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Schalomtage

Die Schalomtage finden jedes Jahr um den 9. November herum statt. Dem Tag, an dem in vielen Städten in Deutschland am 1938 jüdische Synagogen mutwillig verbrannt wurden.

Im Gedenken an die schrecklichen Ereignisse der Geschichte, die Deportation der jüdischen Bevölkerung und die Zerstörung der Synagoge werden jährlich die "Schalomtage" veranstaltet.

Die Schalomtage werden vom "Arbeitskreis Schalom" vorbereitet, der sich im Laufe des Jahres trifft. Das Programm erscheint meistens etwa im September des Jahres

 

Schalomtage 2018

Sonntag, 4.11.2018, 14.00 Uhr

Museum zur Geschichte von Christen und Juden

„Die Laupheimer Synagoge bis zu ihrer Zerstörung vor 80 Jahren“

Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung mit Dr. Michael Koch. Anschließend können Modelle der Laupheimer Synagoge im Haus am jüdischen Friedhof besichtigt werden.

 

Mittwoch, 7.11.2018, 18.00 Uhr

Museum zur Geschichte von Christen und Juden

Eröffnung der Sonderausstellung „Achtung Menschenrechte“ anlässlich ihrer Verkündigung vor 70 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten unter 07392 968000 oder museum@laupheim.de

 

Freitag, 9.11.2018, 18.00 Uhr

Jüdischer Friedhof – Ernst-Schäll-Platz

Gemeinsames Gedenken an die Zerstörung der Laupheimer Synagoge 1938

Anschließend Lichterprozession zum Gedenkstein am Platz vor der ehemaligen Synagoge. Gestaltung: Schülerinnen und Schüler des Carl-Laemmle-Gymnasiums

 

Sonntag, 11.11.2018, 14.00 und 15.30 Uhr

Jüdischer Friedhof – Haus am jüdischen Friedhof

Öffentliche Führung

Gang über den jüdischen Friedhof mit Rolf Emmerich und Christoph Schmid. Um Anmeldung zum jeweiligen Termin wird gebeten unter 07392 968000 oder museum@laupheim.de.

Das Haus am jüdischen Friedhof hat von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

Mittwoch, 14.11.2018, 19.00 Uhr

Kirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

Filmvorführung „Wir sind Juden aus Breslau“ (D 2016). In Anwesenheit des Regisseurs Dirk Szuszies

 

 

80 Jahre ist es her, dass in Laupheim und in zahlreichen anderen Städten in Deutschland jüdische Gotteshäuser brannten, jüdische Mitbürger gedemütigt, ausgegrenzt, entrechtet, ihrer Lebensgrundlage beraubt, verfolgt und schließlich umgebracht wurden. 80 Jahre sind ein ganzes Menschenleben – mit jedem Jahr nimmt die Zahl derer, die damals Opfer oder Täter waren und heute noch unter uns sind, ab. Umso wichtiger ist es, die Erinnerungen an die Ereignisse der Geschichte wachzuhalten. Die Laupheimer Schalomtage haben es sich zum Ziel gesetzt, ein Zeichen gegen das Verdrängen und Vergessen von Unrecht zu setzen und dadurch Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Religionen zu bauen.

70 Jahre ist es her, dass der Staat Israel gegründet wurde. Ein Ereignis, das nach den Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur wohl nicht Viele für möglich gehalten hätten. Auch die Zeitzeugen dieses Neubeginns für das jüdische Volk werden immer weniger. Ein Programmhöhepunkt der diesjährigen Schalomtage bringt beides zusammen: Der Kinofilm „Wir sind Juden aus Breslau“ lässt 14 Zeitzeugen zu Wort kommen, die als Jugendliche in der damals drittgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands in Breslau lebten. Ihre Lebensschicksale werden in dem Dokumentarfilm eindrücklich geschildert: Leiden unter Verfolgung, Flucht vor dem Nazi-Regime, Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz, Neuanfang in Übersee, Mitwirkung bei der Gründung des Staates Israel – all das wird anschaulich dargestellt und gibt dem Film angesichts gegenwärtiger nationalistischer und antisemitischer Strömungen in ganz Europa eine höchstaktuelle Brisanz. Der Regisseur des Films Dirk Szuszies wird anwesend sein, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Ebenso vor 70 Jahren wurde die Allgemeine Erklärung der Menschrechte verkündet, um aus zwei Weltkriegen die Lehren zu ziehen. Eine Sonderausstellung im Laupheimer Museum würdigt dieses Jubiläum. Daneben gibt es Themenführungen durch das Museum sowie über den jüdischen Friedhof, natürlich auch wieder die zentrale Gedenkfeier zum Gedenken an die Zerstörung der Laupheimer Synagoge. Der Arbeitskreis Schalomtage lädt Sie herzlich zu allen Veranstaltungen ein, um gemeinsam in unserer Stadt einen Beitrag zu Frieden und Verständigung zu leisten.