In diesem Sommer (2026) war die Hitze schier unerträglich. Die Sonne brannte auf unsere Felder, Wälder, Dörfer und Städte und selbst an der Küste, wo es in der Regel etwas kühler ist, traute man sich nicht aus dem Haus. Wenn doch, suchte man sich Schatten, um der Hitze zu entgehen. Wir haben es trotzdem gewagt spazieren zu gehen.
Wenn man eine längere Strecke gegangen ist oder eine Wanderung macht, dann wird man durstig und schön ist es dann, wenn man an eine Quelle kommt, an der es Wasser gibt.
So passierte es uns auch in diesem Sommer, als wir in Schleswig -Holstein auf dem Weg zur Wikingersiedlung Haitabu waren. Es war heiß und auf dem Weg zu dieser Siedlung gab es tatsächlich eine Quelle, Nicht am Wegrand, nein – wie auf dem Bild zu sehen – war die Quelle mitten auf dem Weg.

Doch diese Quelle war eine Enttäuschung für uns. An eine Erfrischung zum Kühlen des Gesichts oder der Hände war nicht zu denken, denn ein Schild am Wegrand sagte deutlich:

Hier ist eine Quelle – Kein Trinkwasser
Eigentlich sollte eine Quelle frisches und gutes, trinkbares Wasser hervorbringen. Welch eine Enttäuschung! Zum Glück hatten wir uns mit Wasser und Tee eingedeckt, so dass wir genug zum Trinken dabei hatten.
Wasser zum Trinken, das den Durst stillt. Dies erinnerte mich an die Frau am Jakobsbrunnen (Joh, 4,5 – 42).
Jesus bittet eine Samariterin ihm Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen, damit er davon trinken kann. Sie kommen ins Gespräch über Wasser und Jesus bietet ihr mehr an als das Wasser, das man immer wieder täglich am Brunnen holen muss. Er bietet ihr Wasser an, das den Durst in ihrem geistlichen Leben stillen soll.
Und so sagt er zu ihr in Joh. 4,13 + 14:
Wer von diesem Wasser (aus dem Brunnen) trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Jesus bietet auch uns frisches, reines Wasser an, Wasser aus der Quelle, das bis in das ewige Leben hineinreicht und unseren geistlichen Durst stillt.
Zwei Dinge sind mir klar geworden. Erstens: Jesus gibt uns Quellwasser, jetzt, hier und heute, um den Durst in unserem geistlichen Leben zu stillen und zweitens ist es dieses Wasser, das bis in alle Ewigkeit hinein für uns fließen wird.
Peter Nachtigal
