Wer kennt ihn nicht? Den Spruch von Matthias Claudius:
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“
So erging es uns, als wir wieder mal unterwegs zu unserem Urlaubsziel im „Alten Land“ waren. Und wie es so ist, auf einer längeren Strecke macht man auch mal Pause auf einem Rastplatz. Wir öffneten die Türen und meine Frau holte etwas aus dem Kofferraum, während ich schon auf dem Fahrersitz gemütlich ein Brötchen auspackte.
Als ich gerade genüsslich hineinbeißen wollte, kam von der Beifahrerseite her ein Sperling durch die Tür hereingeflogen. flatterte etwa 20 cm vor meinem Mund umher und wollte ein Stück vom Brötchen picken, flog dann aber gleich wieder aus der Tür der Fahrerseite heraus.
Ich nahm ein kleines Stück von meinem Essen in die eine Hand und meine Frau gab mir schnell das Handy, das ich in die andere Hand nahm. Der freche Spatz flog auf meine Hand und fraß seelenruhig von dem Essen, das ich ihm angeboten hatte. So entstand folgendes Foto:

Ein genialer Rastplatz für uns alle, für meine Frau, für mich und auch für den kleinen Vögel.
Da ist eine Hand, die uns Nahrung gibt und für uns sorgt.
Dies erinnerte mich an die Worte von Jesus in der Bergpredigt:
Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen? (Matth. 6,26+27)
Ist es nicht gut zu wissen, dass wir, Tier und Mensch, in Gottes Hand geborgen sind, dass er uns versorgt. Und wir Menschen sind ihm noch mehr wert als Vögel und er weiß, was wir benötigen Jesus sagt, wir sollen uns nicht um Essen und Trinken sorgen.
Sorgen sollten wir uns viel mehr um unser Innerstes machen:
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matth. 6,33)
Jesus zeigt uns mit diesen Worten, dass es ihm nicht in erster Linie um unsere tägliche Versorgung geht. Wir sollten eher Hunger nach dem Reich Gottes haben, alles andere Notwendige wird Gott uns in seiner Gnade schenken.
Peter Nachtigal
