Tatsächlich machen viele Menschen einen Bogen um die Kirche, manche sogar einen großen Bogen. Im letzten Jahr (2025) sind laut Statistik wieder über 600.000 Menschen in Deutschland aus den großen Kirchen (ev. und kath.) ausgetreten. Es werden mehrere Gründe genannt: Da ist die erhobene Kirchensteuer, da sind das Verhalten und die Verfehlungen des „Bodenpersonals“ Gottes, da ist Desinteresse bzw. kein Bezug zur Kirche. Oft geschieht es aber auch, um Gott aus dem Weg zu gehen und sich von ihm abzuwenden, weil man ihn und sein Wesen nicht kennt.
In Edelbeuren machen die Menschen, wie im Bild zu sehen ist, auch einen Bogen um die Kirche.


Die Straße ist um die Kirche herumgebaut. Autos und auch Fußgänger müssen um die Kirche herumfahren bzw. herumlaufen.
Ist es nicht oft auch so, dass wir uns mit unseren Argumenten einen Weg bauen, und einen Bogen schlagen, um der Kirche oder Gott zu entgehen?
Schlussendlich können wir es schaffen, die Kirche zu meiden. Eins aber ist sicher: Um Gott werden wir nicht so schnell einen Bogen machen können, weil er uns immer wieder in seiner Liebe begegnen möchte. Gott sucht uns und möchte in Kontakt mit uns treten.
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Römer 5,8)
Gott zu meiden bedeutet auf Distanz zu gehen und das beschreibt das Wort Sünde hier. Sünde heißt nichts anderes als Trennung von Gott. Aber Gott geht nicht auf Distanz. Er beweist seine Liebe zu den Menschen, indem er Jesus Christus für uns gegeben hat, und Jesus starb für die, die ohne Gott leben bzw. ohne Gott leben wollen. Darum ist Jesus Vermittler geworden, um die Distanz zu Gott aufzuheben.
Gott sucht uns, er geht uns nach und möchte durch Jesus in Kontakt mit uns treten.
Wenn man in Edelbeuren nach der Kirche weiterfährt, steht am Ortsende links ein Kreuz. Man kann nun auch hier das Kreuz „links liegen“ lassen.

Im weiteren Verlauf stehen aber immer wieder Kreuze am Straßenrand.
Auch wenn ich einen Bogen um Kirche, Gott und Glauben mache, werde ich in meinem Leben immer wieder durch Jesus damit konfrontiert.
Gott begegnet uns in seiner Liebe immer wieder in unserem Leben.
Das sollte uns zu denken geben. Es wäre gut sein Angebot an uns Menschen anzunehmen, Jesus als Vermittler in Anspruch zu nehmen, damit wir wieder in die Nähe Gottes kommen.
Als Folge davon könnten wir auch wieder Gleichgesinnte aufsuchen und in einer Gemeinschaft mit ihnen Gottesdienst feiern.
Jesus sagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter Ihnen. (Matthäus 18,20)
Peter Nachtigal
