Faszinierend, wie so ein Vogelzug der Schwalben vonstatten geht. Ab August sammeln sich die Schwalben und ziehen in den Süden bis nach Afrika, z.T. südlich der Sahara. Sie sind Langstreckenzieher und legen bis zu 10.000 km zurück.
Im Frühjahr ziehen die Schwalben wieder vom Süden zu uns nach Europa, um hier zu brüten.
Hier in Europa „ziehen“ sie schon wieder, sie ziehen ihre Jungen auf.
Leider gibt es immer weniger offene Stallungen und Höfe, in denen sie früher nisteten, um ihre Brut großzuziehen.
In den letzten Jahren konnte ich beobachten, wie die Schwalben immer wieder neue Nistplätze für sich entdeckten. Im Urlaub sah ich mehrere Nester, die unter Vordächern von Eingangstüren, auf Vorsprüngen oder Lampen gebaut wurden. Eine häufige Unterkunft der Schwalben fand ich in Vogelbeobachtungshütten und -türmen. Hierbei entstand auch die Momentaufnahme: eine Rauchschwalbe mit ihren Jungen.

Dieses Bild der Schwalben erinnerte mich daran, dass es auch in der Bibel einen Vers gibt, der von Schwalben handelt. In Psalm 84,4 heißt es nach der „Guten Nachricht“:
„Sogar die Vögel dürfen bei dir wohnen; die Schwalben bauen ihr Nest bei deinen Altären und ziehen dort ihre Jungen auf, HERR, du Herrscher der Welt, mein König und mein Gott!“

Der Nestbau eines Sperlings oder einer Schwalbe ist ein Bild für Geborgenheit und Sicherheit. Und die Psalmisten beschreiben, wie die Vögel sich zum Haus Gottes hingezogen fühlen. Ein schöner „Zug“ von Ihnen. Wir sollten es den Vögeln nachmachen, Unsere tiefste Sehnsucht sollte es sein, uns in Gottes Gegenwart zu begeben, um mit dem Herrscher dieser Welt und unserm König und Gott Gemeinschaft und damit auch Geborgenheit und Sicherheit zu haben. Das wäre ein schöner „Zug“ von uns.
Peter Nachtigal
