Wir befinden uns gerade im Urlaub in Schleswig – Holstein. Vor ein paar Tagen fuhren wir mit dem Fahrrad an der Nordseeküste am Deich entlang. Die Deichweiden sind für Schafe eingezäunt, so dass wir immer wieder anhalten mussten, um die Gatter zu öffnen. Auf einem abgezäunten Stück gab es Schafe, die farblich gekennzeichnet und nummeriert waren. Als wir so entlangfuhren, kam uns ein Schaf mit der Nummer 100 entgegen. Ich fuhr weiter und dachte einen Augenblick an die Geschichte vom verlorenen Schaf in Luk. 15, 3 – 7. Neunundneunzig Schafe ließ der Hirte zurück, um das 100. Schaf zu suchen.

Ich dachte, eigentlich wäre das doch ein schönes Bild für eine Momentaufnahme. Dafür wollte ich das Bild auf dem Rückweg aufnehmen. Gesagt getan, auf dem Rückweg suchte ich dann das Schaf. Es stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, denn die Schafe waren nur auf einer Seite nummeriert. Ich fuhr die Strecke bestimmt vier-, fünfmal ab, um das Schaf mit der Nummer 100 wiederzufinden und dann sah ich es, es lag etwas abseits von den anderen Schafen im Gras.

Es war nicht einfach gewesen das Schaf zu finden. Nun kann ich gut verstehen, wie es dem Hirten ging, der mit Sicherheit sehr viel mehr Aufwand betrieben hat. Er hat alles darangesetzt, um das verlorengegangene Schaf in der Wildnis zu finden.

„Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. 6 Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7 Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Luk.15, 5-7

Jesus hat dieses Gleichnis erzählt, um zu verdeutlichen, dass er dem Einzelnen nachgeht und ihn sucht. Vielleicht bist du die Nummer 100, die sich in den Wirren dieser Zeit verloren hat. Die Angebote in unserer heutigen Welt sind in großer Menge vorhanden und man kann sich sehr schnell verlaufen oder sogar verirren. Lass dich wieder vom guten Hirten Jesus Christus finden und zurück zur „Herde“ bringen – zur Gemeinschaft mit Jesus und seinen Jüngern. Was wird das für eine Freude sein, wenn du wieder „zu Hause“ angekommen bist!

Peter Nachtigal